Bist Du ein Produkt Deiner Vergangenheit?
Wie oft nimmst Du Dir die Zeit, Dich an erfreuliche, Kraft-spendene Ereignisse Deines vergangenen Lebens zu erinnern?
Viktor Frankl hat in einem Interview am Ende Seines Lebens auf die
Frage “Sind Sie nicht traurig das diese vielen schönen Phasen nun vorüber sind?” geantwortet:
“Ich versteh’ Ihre Frage nicht, ich hab diese Ereignisse doch!”
Seltsamer Weise neigen Menschen oft dazu, sich besonders auf unerfreuliche und schwächende Erinnerungen und Informationen zu beziehen.
Ein Beispiel:
Du bringst konstruktive Vorschläge…. Dein Gegenüber erwidert: „Ja, das klingt alles ganz nett, aber ich bin Realist…“Und dann schildert Er/Sie Dir Horrorvisionen, die angeblich mehr mit Wirklichkeit zu tun haben. Dabei bezieht er/Sie sich auf bisherige „Erfahrungen“ die nur das spiegeln, was schon vorher als Glaubenssatz im Seinem/Ihrem Bewusstsein vorhanden war.
Damit will ich sagen, „Erfahrungen“ sind genauso wenig objektiv und tauglich als Maßstab für unsere Möglichkeiten in Gegenwart und Zukunft. „Erfahrungen“ sind das Produkt unserer Erwartungen“. (Die Welt ist, wofür wir sie halten“)
Und wenn Du außerdem in Betracht ziehst, dass die Materie dem Geist folgt, dass also allen materiellen Manifestationen immaterielle Energiemuster zugrunde liegen, dann ist die Schlussfolgerung nahe liegend, dass unsere Erfahrungen das Produkt unserer Gedanken und Bewertungen sind und nicht umgekehrt.
Sobald Du ausstrahlst, dass Du Dich selbst für schwach, angreifbar und ungeschützt hältst, animierst Du andere Menschen, auf Deine Kosten Stärke zu demonstrieren. Sie nehmen Deine Einladung an.
Man darf sich die Frage stellen, was Menschen dazu bewegt, sich mit den schlimmsten, unerwünschten Prognosen zu beschäftigen. Eine Antwort gibt Nelson Mandela, indem er feststellt, dass wir uns mehr vor unserer Stärke und Macht als vor unserer Schwäche und Unzulänglichkeit fürchten. (Mehr über Ihn im blog meines Lehrers Roman Braun)
Die meisten haben Angst davor ihre eigene Kraft wirklich anzuerkennen und zu spüren und damit auch die Verantwortung zu übernehmen, wie und wofür sie dieses Potential einsetzen. Wir erhalten, was zu uns und unseren Denkmustern passt.
Je mehr Du Dich in Verbindung mit negativen Emotionen mit einer unliebsamen Vergangenheit beschäftigst, umso mehr bindest Du Dich an diese. So lange Du Wut und Groll empfindest, haben die Denkmuster und Bewertungen, die diese Gefühle ausgelöst haben, nach wie vor viel Bedeutung. Sie prägenDeine Sichtweise, Deine selektive Wahrnehmung im Jetzt. Kurz, sie tragen dazu bei, neue Schwierigkeiten und Kränkungen zu erschaffen. Schließlich spiegelt sich unser Denken in unseren Lebensumständen wider.
Dasselbe gilt auch für die Zukunft. Auch die ist im gegenwärtigen Moment nicht anwesend. Blicken wir mit Angst und Sorgen auf das, was vielleicht auf uns zukommt, fühlen wir uns ohnmächtig und schwach. Ein altes Sprichwort sagt: „Denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!“ Dabei kann es sein, dass wir die freundlichsten Angebote im Kosmos übersehen, weil sie nicht in unser Denkschema passen. Wir erfüllen unsere eigenen Erwartungen, kreieren allerhand Übles und haben zumindest die Genugtuung, dass wir schlussendlich Recht behalten.
Selbst ein nihilistischer Autor wie Jean-Paul Sartre war sich der Bedeutung des gegenwärtigen Moments bewusst, wie sich aus seinem Satz: „Vielleicht gibt es schönere Zeiten – aber diese ist unsere“. „MANAWA – Jetzt ist der Augenblick der Macht!“ sagen KAHUNAs. Der jetzige Moment ist der einzige, der existiert und in dem wir wirksam werden können. Richte Deine Aufmerksamkeit, Deine Wahrnehmung mit allen Sinnen auf die Gegenwart aus. Damit bündelst Du alle Deine Kraft im Moment.
Eine Übung:
Schau Dich um an dem Ort, an dem Du Dich gerade aufhältst, und nimm bewusst alles wahr, was rot oder rötlich ist. Unabhängig von der Helligkeit der Farbtöne, vom Material, der Größenordnung, Bewertungen. Vollständig alles beachten. Es geht um Wahrnehmen und nicht um Urteilen. Als nächstes beachte alles Blaue, dann Gelbe, Grüne, Weiße, Schwarze etc…
Richte dann Deinen Blick auf alle geraden Kanten und Linien
Achte darauf, was Du gerade hörst, im Raum oder von draußen, laut oder leise…
Achte darauf, was Du riechst…
Spüre die Position Deiner Hände und Füße, ohne diese zu verändern, die Haltung Deines Körpers…
Fühle Deine Kleidung auf der Haut…
Und nimm jeden Atemzug bewusst wahr, ohne ihn zu verändern. Atme weiter wie bisher…
Achte vielleicht auf die Energie in Deiner Umgebung, zwischen den Menschen in Deinem Umfeld…
Und wie geht es Dir jetzt! Hast Du bemerkt, dass sich Deine Befindlichkeit verändert hat? Bist Du entspannt und fühlst Dich wohl? Hst Du vielleicht etwas entdeckt, das Dir bisher noch nicht aufgefallen war?
Alle belastenden Emotionen haben an Intensität verloren, sind vielleicht ganz verschwunden. Deine Aufmerksamkeit ist gebündelt, der Energiefluss in Körper und Geist verbessert – nun kannst Du machtvolle Gedankenmuster kreieren. Du wirst bemerken, dass sich nach dieser Weichenstellung im mentalen Bereich eine Fülle von Ereignissen ergibt, die zu Deiner Vorstellung passen. Dir begegnen die richtigen Personen, Du sind zur richtigen Zeit am rechten Ort, pickst die nötigen Informationen überall auf. „Kinder kennen und lieben das Spiel „Ich seh` etwas, das du nicht siehst…“
Dazu Rilke:
Man muß jeden Augenblick die Hand auf die Erde legen können,
wie der erste Mensch
und dann eines Tages alt sein
und noch lange alles verstehen, nein
aber anfangen
aber lieben
aber ahnen
aber zusammenhängen
mit Fernem und Unsagbaren
bis in die Sterne hinein
Die Vergangenheit ist vorüber, also gibt es Sie nicht.
Die Zukunft hat noch nicht begonnen, also gibt es Sie nicht.
Die Gegenwart ist in dem Augenblick vorüber, in dem Du über Sie nachdenkst.
Was bleibt dann, jetzt ?
[...] mit der Übung aus MANAWA (mein blogbeitrag im Februar). Konzentriere Dich auf den gegenwärtigen Moment und lass Dich mit allen Sinnen darauf ein. Farben [...]
Pingback von MANA – Alle Macht kommt von innen « TRINERGY Gesundheits-Blog von Johannes Zeibig — März 6, 2010 @ 4:21 pm |
Доброго дня!
Прочитал выше изложенные мысли. Соглашаюсь и поддерживаю. Мысль материальна. Ранее существовала “наука образности”, которая помогала людям правильно строит мыслеобразы и их материализовывать. Но в настоящий момент я бы ещё разделил людей на потребителей и предпринимателей. Первая категория не интересна – цель одна: удовлетворение своих плотских потребностей и мыслеформы соответствующие.
Вторая категория в меньшинстве, и к ней относятся действительно интересные, творческие, прогрессивные люди, которые хотят сделать действительно значимые вещи для людей. И материализация их образов многократно важнее и интересней. Пример: Сепп Хольцер, Краметерхоф.
И ещё одна проблема – лень. Моё мнение – это болезнь, которой заражены многие люди.?? И она значительно тормозит развитие добрых (светлых) качеств, способностей человека.
Спасибо за внимание.
Kommentar von Лобас Владимир — März 7, 2010 @ 9:41 pm |
[...] dem Schlaf (ein früherer blogbeitrag dazu) widmest, oder lieber meditierst (mach die Übung aus MANAWA). Phasen des Rückzugs gehören schon sehr lange zu meinem persönlichen “self-care” [...]
Pingback von “The best doctors… « TRINERGY Gesundheits-Blog von Johannes Zeibig — März 24, 2010 @ 12:32 am |